Für Freiberg in den Gemeinderat

FDP stellt Kandidaten für Gemeinderatswahl vor

Die Freiberger FDP stellte am Wochenende ihre Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Mai vor. Neben den aktiven Gemeinderäten Carmen Dötterer und Dr. Thomas Baum bewerben sich 20 weitere Kandidatinnen und Kandidaten. „Ich freue mich, dass wir den Wählern im Gegensatz zu 2014, als wir nur 13 Kandidaten und Kandidatinnen gewinnen konnten, diesmal eine komplette Wahlliste mit 22 guten Kandidaten und einer gesunden Mischung von Jung und Alt anbieten können.“, so Ortsvorsitzender Marcel Distl.

Sieben Kandidaten unter 30

Den Jungen eine Chance geben - das war Carmen Dötterer und Dr. Thomas Baum wichtig – wurde doch jüngst in der Lokalpresse beklagt, dass sich viele Gemeinderäte im Kreis zu Altherrenrunden entwickeln würden. „Wir haben gute junge Kandidaten für Freiberg, für die wir um das Vertrauen der Wähler werben“, so die beiden Gemeinderäte. Neben dem 26jährigen Ortsvorsitzenden Marcel Distl (Student), der bereits als  Bundestagskandidat bei der letzten Wahl ein gutes zweistelliges Ergebnis erzielt hat, sind auch sein Stellvertreter Daniel Woelky (Student), Jana Wirth (Pferdewirtin), Kevin Käser (Student), Tom Marquardt (Anlagenmechaniker), Jan Gessler (Mediengestalter) und Adriano Hoemen (Verkäufer) noch unter 30.

Starke Frauen für Freiberg

Unter dem Motto „Starke Frauen für Freiberg“ konnte die FDP auch acht Frauen für ihre Liste gewinnen. Neben der Stadt- und Kreisrätin Carmen Dötterer stehen die Geschäftsführerin Andrea Anders-Knotz, die Steuerberaterin Hildegard Druckenmüller, die Gastronomin Angela Galasso, die Produktmanagerin Manuela Nuber-Kagström, Kerstin Merz (Einkäufer), Jana Wirth und Dagmar Traum (Verwaltungsangestellte) zur Wahl. „Wir brauchen keine Quote, wir haben starke Frauen“, sagt Carmen Dötterer.

Wirtschaftswissen und unternehmerische Erfahrung für Freiberg

Neben Stadtrat Dr. Thomas Baum, der über zwei Jahrzehnte lang den Vorstandsstab der Kreissparkasse geleitet hat, konnte die FDP mit Dominic Schlosshauer als Vorsitzendem der Aktiven Unternehmer Freiberg (AUF e.V.), dem selbständigen Maler und Lackierer Nils Blumhardt, Unternehmensberater und Rechtsanwalt Dr. Alexander Deicke , Markus Windeisen (Betriebsleiter Customer Service), der selbständigen Steuerberaterin Hildegard Druckenmüller, Joachim Knittel (Vertriebsleiter) und Thomas Knotz (Geschäftsführer) Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen, die ihren wirtschaftlichen Sachverstand und ihre unternehmerische Erfahrung in den Gemeinderat einbringen möchten. „Angesichts der enormen Investitionen, vor denen Freiberg steht, ist uns das wichtig“, so Marcel Distl.

Vereine sind wichtig für Freiberg

„Wir freuen uns sehr, mit Rüdiger Klapitz einen weiteren Vertreter aus dem Vereinsbereich für unsere Liste gewonnen zu haben“, sagt Stadtrat Dr. Thomas Baum. Klapitz ist 1. Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsvereins Freiberg „In den nächsten Jahren stehen gerade auch für die Freiberger Vereine wichtige Gemeinderatsentscheidungen an, und dem wollen wir als FDP auch personell Rechnung tragen“, so Baum, der selbst Mitglied im Vorstand des Musikvereins ist und so auch die spezielle Situation der kleineren Vereine gut kennt. 

Wofür steht die FDP im Gemeinderat?

Diese Frage wurde den Kandidaten bei ihren bisherigen öffentlichen Auftritten immer wieder gestellt. Hier die wichtigsten Aspekte:

Mit soliden Finanzen für ein attraktives Freiberg

Freiberg ist eine attraktive Stadt – und das soll so bleiben. Angesichts von Investitionen im dreistelligen Millionenbereich, die vor uns liegen, ist sparsames Wirtschaften angesagt – man muss auch mal „nein“ sagen und die Finanzierungsfrage stellen, wenn immer neue Wünsche geäußert werden. Das ist schwer für Wahlkämpfer, aber gut für den Bürger als Steuerzahler. Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch unbedingt notwendig. Sonst gibt es mehr Schulden oder die Steuern müssten erhöht werden. Deshalb werden bei Vorschlägen für weitere freiwillige Leistungen noch intensiver nachfragen, ob die Vorteile wirklich die Kosten rechtfertigen.

Grundsteuerreform darf nicht zum Steuererhöhungspaket werden

Nachdem sich die große Koalition über die Eckpunkte einer Grundsteuerreform geeinigt haben, muss darauf geachtet werden, dass die Reform wirklich – wie zugesagt – aufkommensneutral ist, d.h. unter dem Strich nicht doch zu einer Steuererhöhung führt. Sobald weitere Details geklärt sind, wird die FDP für Freiberg einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats beantragen, dass aus dem Reformpaket kein Steuererhöhungspaket wird.

Umwelt- und Verkehrspolitik mit Augenmaß

Vernünftig-ökologische Lösungen, statt radikal-ökologische Kommunalpolitik – so der Leitgedanke der Freiberger FDP. Auch Kommunen müssen nachhaltig handeln und den Umwelt- und Naturschutz nach Kräften fördern. Das kann aber nicht heißen: Umweltschutz um jeden Preis – und wenn uns nichts anderes einfällt, gibt es halt Verbote. Eingriffe und Umweltmaßnahmen müssen verhältnismäßig sein. Vernünftige ökologische Lösungen, die wirtschaftlich vertretbar sind, wird die Freiberger FDP immer unterstützen, aber sie wird keine Blankoschecks ausstellen und alles abnicken – nur weil ökologisch draufsteht. Die Verantwortung für künftige Generationen darf nicht zur Verantwortungslosigkeit gegenüber der heutigen Generation führen.

Beim lokalen Verkehr wirbt die FDP für die Schwörer-Trasse, die in Beihingen einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt entlasten würde. Und sie setzt sich weiterhin für die Teilüberdeckelung der A81 ein.

Mehr Bauland für Freiberger

Die FDP wird sich dafür einsetzen, dass in Freiberg zügig neues Bauland ausgewiesen wird. So soll  gerade auch jungen Familien die Möglichkeit geboten werden, sich zu noch vertretbaren Kosten eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus leisten zu können. Und bei mindestens einem Teil der neu gebauten Häuser und Wohnungen muss gelten: “Freiberger zuerst“, d.h. bei Grundstücken im Besitz der Stadt muss dafür gesorgt werden, dass speziell Freiberger Familien und Bürger zum Zug kommen bzw. vergünstigt erwerben können.

Jugendgemeinderat

Da viele Jugendliche in der heutigen Zeit schon recht früh „erwachsen“ werden, sollten diese auch schnell mit Beteiligung und Mitsprache belohnt werden. Eigene Positionen in der Öffentlichkeit formell vorzutragen und politisch mitzuwirken lässt einen jungen Menschen sozial reifen und lehrt verantwortungsbewusst zu handeln. Nur so kann eine breite gesellschaftliche Entwicklung voranschreiten, und Demokratie Verständnis frühzeitig vermittelt werden. Die Einführung eines Jugendgemeinderats ermöglicht dabei neue Sichtweisen und Bedürfnisse der jungen Bürger kenntlich zu machen, die man als älterer Mensch vielleicht nie erkannt oder erlebt hat. 

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