Marcel Distl und Daniel Woelky führen den FDP-Ortsverband

v.l.: Daniel Woelky, Marcel Distl, Carmen Doetterer, Dr. Thomas Baum

Freiberg a.N. 16.04.2018. Eine junge Führungsspitze hat sich der Ortsverband Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim gegeben. Einstimmig als 1. Vorsitzender wiedergewählt wurde der 25jährige Politologiestudent Marcel Distl aus Freiberg, der im letzten Jahr schon als Direktkandidat der FDP für den Bundestag kandidierte und mit über 14 Prozent der Zweitstimmen ein bemerkenswertes Ergebnis erzielte. Ihm zur Seite steht künftig als 2. Vorsitzender Daniel Woelky aus Freiberg. Der 24jährige Student der Tontechnik tritt die Nachfolge von Carmen Dötterer an, die sich im kommenden Jahr noch stärker auf ihre Aufgaben als Gemeinderätin und Kreisrätin konzentrieren möchte. Als Schatzmeister wurde Peter Kapfenstein bestätigt. Schriftführer ist Björn Bauer aus Ingersheim, Beisitzer sind neben dem Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel Kevin Käser und Alexander Deicke.

Bei der Mitgliederversammlung berichtete Carmen Dötterer zusammen mit ihrem Gemeinderatskollegen Dr. Thomas Baum zudem über aktuelle Themen der Kommunalpolitik im Kreis und in Freiberg. Der Neubau des Gymnasiums, die Gestaltung des Zentrums und die Umsetzung des Bürgerentscheids zum Erhalt der Grundschulen seien für Freiberg nicht nur in finanzieller Hinsicht eine große Herausforderung. Insbesondere gelte es Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass die Flattichschule in Beihingen auf Dauer einzügig bleibe. Denn Einzügigkeit bringe für die Grundschüler z.B. bei notwendigen Vertretungen erhebliche Nachteile. Er teile die Meinung der FDP-Gemeinderäte, so Distl, dass man hier steuernd eingreifen müsse – beispielsweise dadurch, dass es Ganztagesangebote künftig nicht an allen drei Grundschulen geben könne. Dies sei auch aus finanzieller Sicht nicht vertretbar. Auch die von der FDP angeregte Weiterentwicklung des vom Gemeinderat beschlossenen Einzelhandelsstammtischs zu einem „Arbeitskreis Zentrum“ finde seine volle Unterstützung. „Man muss mit allen Akteuren im Zentrum reden“, so Distl, der zusammen mit den beiden Gemeinderäten auch gerne für Gespräche mit den „Frequenzbringern“ im Zentrum zur Verfügung steht, auf deren Expertise man besonders setzen müsse.

A propos Gemeinderat: Distl und Woelky kündigten an, bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr für den Gemeinderat zu kandidieren. „Die junge Generation ist im Freiberger Gemeinderat noch nicht sonderlich stark vertreten, das wollen wir ändern“, sagte Distl. Die FDP in Freiberg stehe nicht nur für Zurückhaltung bei den Personalkosten und zusätzlichen freiwilligen Aufgaben, sondern auch für eine Offensivstrategie, die über die Schaffung von zusätzlichem bezahlbaren Wohnraum durch Ausweisung neuer Baugebiete und die Ansiedlung attraktiver Betriebe die Grundlage für höhere Steuereinnahmen schaffe. Erfolgreiche Wirtschaftsförderung, so die beiden Gemeinderäte,  beinhalte dabei nicht nur das Management knapper Gewerbeflächen für produzierende Branchen und Logistik. „Es gibt auch innovative Branchen, die im zweiten oder dritten Stock erfolgreich arbeiten können“. Auch das sei bei der Diskussion über die Gestaltung des Zentrums zu beachten. „Diese Diskussionen werden nicht einfach“, so Distl, „sind aber umso notwendiger. Ich finde es deshalb wichtig und richtig, dass unsere beiden Stadträte im Gemeinderat immer wieder klare Kante zeigen – auch auf die Gefahr hin, dass sie dadurch mal anecken“, sagt Marcel Distl. „Everybody’s Darling zu sein, ist vielleicht bequem, aber gerade im kommunalen Bereich selten auf Dauer erfolgreich“.

Versprechungen zu machen und Hoffnungen bei Bürgern oder Vereinen zu wecken, die nicht einlösbar sind, sei nicht Politik der FDP. Zudem, so Distl, wolle er sich auch bei den Parteifreunden im Landtag und im Bundestag dafür einsetzen, dass den Kommunen nicht nur immer mehr Aufgaben übertragen werden, sondern dass ihnen dafür auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Last not least bedankte sich Distl bei Carmen Dötterer für die Durchführung der Mitgliederversammlung mit dem traditionellen Linsen und Spätzle-Essen als Abschluss. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Teilnehmerzahl deutlich gestiegen ist, seit wir das so machen“, so Distl.

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