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23.10.2009: Ortsverband ist auf Kreisebene wieder stark vertreten
Auf der Mitgliederversammlung des FDP Kreisverbands Ludwigsburg am
23. Oktober 2009 im Restaurant Schillerhöhe in Marbach wurde der
Ingersheimer Bundestagsabgeordnete Harald Leibrecht mit 99 % der
abgegebenen Stimmen als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Kai Buschmann
(Remseck), Katinka Marx (Bietigheim-Bissingen), Martin Müller
(Ludwigsburg) und Viola Noack (Korntal-Münchingen) traten als Stv.
Kreisvorsitzende an.
Vervollständigt wird der neue Vorstand durch Schatzmeister Fortunato
Bergamotto (Ingersheim), Sven Siegmund (Kornwestheim) war als
Schatzmeister nicht mehr angetreten, Schriftführer Ulrich Krehl
(Markgröningen), Pressesprecher Alexander Schopf (Gerlingen) und
Geschäftsführerin Nora Jordan-Weinberg (Ludwigsburg). Als Beisitzer
gewählt wurden Volker Godel (Bietigheim-Bissingen), Walter Müller
(Besigheim), Rainer Seigis (Vaihingen) und Marcus Vogt
(Bietigheim-Bissingen) sowie Tufan Tok (Murr) als Vertreter der Jungen
Liberalen und Johann Heer (Ludwigsburg) als Vertreter der FDP
Kreistagsfraktion. Regionalrat Dr. Wolfgang Weng (Gerlingen) gehört dem
Vorstand als Ehrenvorsitzender an.

Kreisvorstand
v.l.n.r.: Kai Buschmann, Martin Müller, Katinka Marx, Alexander Schopf,
Tufan Tok, Rainer Seigis, Viola Noack, Fortunato Bergamotto, Ulrich
Krehl, Marcus Vogt, Nora Jordan-Weinberg, Volker Godel, Walter Müller,
Harald Leibrecht Somit sind die liberalen Vorfeldorganisationen
im Kreisvorstand wieder stark vertreten. So sind die Landesvorsitzenden
von Liberaler Initiative Mittelstand (LIM), Martin Müller und Liberalen
Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG-BW), Alexander Schopf, beide
kooptierte Mitglieder des FDP-Landesvorstands sowie Nora
Jordan-Weinberg als Schatzmeisterin des Bundesverbands Liberaler
Senioren gewählte Mitglieder dieses Gremiums.
Für 25 Jahre besondere Verdienste geehrt wurde Hugo Matz
(Schwieberdingen) ebenso Kreisvorsitzender Harald Leibrecht für 25
Jahre Mitgliedschaft in der FDP, dessen Laudatio von Dr. Horst
Mehrländer Staatssekretär a.D. gehalten wurde. Mehrländer wies
Leibrecht als leidenschaftlichen Außenpolitiker aus und hob hervor,
dass Leibrecht nun in seiner dritten Amtszeit als Abgeordneter erstmals
Mitglied einer Regierungsfraktion ist. Mehrländer schloss scherzend,
dass Regieren schwerer sei als Opponieren und wünschte Harald Leibrecht
viel Erfolg für die vor ihm liegende Zeit.
Landtagsabgeordnete Monika Chef berichtete in ihrem Grußwort
von der Arbeit der FDP/DVP-Landtagsfraktion. Das Ziel der
Nullverschuldung steht nach wie vor für die FDP im Vordergrund, so
wurden die Ministerien durch Ministerratsbeschluss verpflichtet, ein
Einsparvolumen von 500 Millionen Euro für das nächste und 700 Millionen
für das übernächste Jahr einzuplanen. Das Land sei 2008 nach 36 Jahren
erstmals ohne neue Schulden ausgekommen, so Chef weiter. Insbesondere
wenn man sieht, dass der Bund trotz Rekordsteuereinnahmen weiter neue
Kredite aufgenommen habe.
Inhaltlich befasste sich die Kreismitgliederversammlung mit dem
Aufruf zu einem bildungspolitischen Konsens in Baden-Württemberg, der
beim kommenden Bezirksparteitag eingebracht werden soll: „Die FDP
Baden-Württemberg setzt sich für einen bildungspolitischen Konsens zur
Schulentwicklung in Baden-Württemberg zwischen CDU, SPD, FDP und
Bündnis 90/Grüne ein, um die ideologischen und blockierenden
Grabenkämpfe im Sinne eines zukunftsfähigen Bildungskonzepts für unsere
Kinder zu verlassen. Die FDP Baden-Württemberg geht mit dieser
Forderung in die Landtagswahl 2011.“
Durch die verhärteten Fronten in der Strukturdiskussion des
Schulsystems wird eine Fortentwicklung der Bildungslandschaft in
Baden-Württemberg zunehmend blockiert. In vielen inhaltlichen Fragen
hat sich in den letzten Jahren überraschend ein breiter Konsens
herauskristallisiert: Kindertageseinrichtungen sind
Bildungseinrichtungen, Schule muss zum lebenslangen Lernen befähigen,
Schüler müssen unterrichtet werden nicht Klassen (Differenzierung),
Ganztagsschulen müssen ausgebaut werden, die Schulen müssen autonome
Einheiten werden. Sobald dieser neue inhaltliche Konsens aber in
Bildungsstrukturen gefasst werden soll, brechen die Konfliktlinien
unversöhnlich auf. Das CDU-geführte Kultusministerium agiert
unflexibel. Den Oppositionsparteien ist es gelungen, hiergegen breite
Elternnetzwerke und Teile der Öffentlichkeit zu mobilisieren. In der
Bildungspolitik als zentraler Landesaufgabe ist so kein konstruktives
Voranschreiten im Interesse einer zukunftsfähigen Bildung mehr möglich,
da die meisten Initiativen entweder in alten Denkbahnen verlaufen oder
systematisch schlecht geredet werden. Diese Konfrontation baden unsere Kinder und unser Land in
Zukunft aus. Bremen hat nach Jahrzehnten der Grabenkämpfe um das
Schulsystem in diesem Bundesland am 19. Dezember 2008 einen mutigen
Schritt getan und den „Bremer Konsens zur Schulentwicklung“ zwischen
den vier Parteien unterzeichnet. Im Vorgehen, nicht unbedingt in der
inhaltlichen Gestaltung, sollte dies als Vorbild für Baden-Württemberg
dienen. Die FDP ist auf Grund ihrer eigenen Positionierung in der
Bildungspolitik (Offenheit für Schulversuche und neue Wege) die Partei,
die einen solchen Konsens als Ziel in die politische Diskussion
einbringen und sich im Landtagswahlkampf deutlich von den Ideologen auf
beiden Seiten absetzen kann.
Alexander Schopf, 23.10.2009 | |